Es kann vorkommen, dass eine Reklamation gegenüber der Gegenpartei nicht in Papierform vorliegt. Die Gerichte akzeptieren Mitteilungen und andere Unterlagen, die über Messenger übermittelt werden. Aber dann wird das Gericht höchstwahrscheinlich von Ihnen verlangen, die Notwendigkeit dieses Kommunikationsmittels zu beweisen. Im Folgenden erläutern wir, wie Sie Ihre Position gegenüber dem Gericht begründen können.
Das Gericht sollte sich nicht in erster Linie auf die Mittelungsform verlassen, sondern auf ihren Inhalt.
Es wird jedoch empfohlen, in der Klage den Grund für die Wahl der Form anzugeben und auch zu erklären, dass Sie Ihre Forderung formuliert und begründet haben. Es wird auch empfohlen, einen Satz mit einer negativen oder positiven Antwort aufzunehmen, die von der Gegenpartei gegeben werden kann. Es wird außerdem empfohlen, eine spezifische, eindeutige Forderung, ihre Begründung und die Begründung der Berechnungen anzugeben.
Beachten Sie die Besonderheiten der Forderung und stellen Sie Informationen zur Verfügung, die es der Gegenpartei ermöglichen, den Streitfall friedlich beizulegen.
Im vorliegenden Fall stellte das Gericht fest, dass der Kläger keine Angaben über den Umfang der Nichterfüllung der Verpflichtungen gemacht und die Höhe des Schadens nicht belegt hatte. Die Klage wurde ohne Berücksichtigung gelassen.
Wenn Sie einen Messenger verwenden, empfehlen wir Ihnen zu prüfen, ob der Vertrag eine solche Möglichkeit vorsieht. Wenn nicht, müssen Sie vor Gericht die gewöhnliche Praxis der Parteien beim Informationsaustausch sowie die Inhaberschaft der Konten nachweisen.
Es ist ratsam, frühere Korrespondenz mit der Gegenpartei, die Nachrichten von ihr enthält, zu überprüfen, damit sie nicht auf einen Missbrauch des Accounts hinweisen kann.
Die Parteien haben bereits mehrere Verfahren zu diesem Thema geführt, die unter kad.arbitr.ru zu finden sind. In diesen Fällen hat die andere Partei die strittige E-Mail-Adresse selbst verwendet, so dass sie keinen Missbrauch des Accounts geltend machen konnte.
Im vorliegenden Fall hatte die Partei Schwierigkeiten, weil der Vertrag keinen elektronischen Schriftverkehr (per E-Mail) vorsah und es nicht möglich war, die gewöhnliche Praxis nachzuweisen.
Bei der Verwendung von Messengers empfehlen wir die Übermittlung von Dokumenten im PDF-Format. Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden, die Forderung in Textform zu übermitteln, sollten Sie die oben genannten Anforderungen beachten und den Kontext der Nachricht für das Gericht hervorheben.
Es kann auch hilfreich sein zu argumentieren, dass das Unternehmen in den Schriftverkehr eingetreten ist, Fragen gestellt und Klarstellungen erhalten hat und an der Diskussion über die Forderung beteiligt war. Unserer Meinung nach kann sich die beklagte Partei nicht auf die Nichteinhaltung des vorgerichtlichen Verfahrens berufen, da das Gericht solche Handlungen wahrscheinlich als Verweigerung einer freiwilligen Einigung im vorgerichtlichen Verfahren betrachten wird.